Sterilisation (Vasektomie) des Mannes

Die Vasektomie (Sterilisation) ist eine sichere und dauerhafte Verhütungsmethode beim Mann. Sie erfolgt durch operative Durchtrennung der beiden Samenleiter.

 

Welche Auswirkung hat die Vasektomie auf die Potenz?

Weder die Potenz noch die Lust werden durch den Eingriff beeinträchtigt. Der Hormonhaushalt bleibt ebenfalls unbeeinträchtigt. Sowohl die Penissteifigkeit (Erektionsfähigkeit) als auch der Samenerguss (Ejakulation) sind nach der Operation unverändert. Das Sperma ohne Spermien unterscheidet sich nicht von Aussehen und nur sehr geringfügig von der Menge (5% weniger) gegenüber dem Sperma mit Spermien.

 

Ist die Vasektomie eine sichere Verhütungsmethode?

Die Vasektomie ist eine der sichersten Verhütungsmethoden etwa vergleichbar mit der Pille.

 

Wie wird eine Non-Skalpell-Vasektomie durchgeführt?

Hierbei handelt es sich um eine minimal invasive moderne Technik zur Sterilisation des Mannes ohne Beeinträchtigung der Potenz.

Unter örtlicher Betäubung wird die Haut über beiden Samenleitern mittels einer spitzen Klemme punktiert und dann vorsichtig wenige Millimeter auseinandergespreizt. Die Samenleiter werden mit einer speziellen Ringklemme gefasst und freipräpariert. Beidseits werden etwa 1-2 cm des Samenleiters entfernt. Die verbliebenen offenen Samenleiterenden werden abgebunden und elektrisch verödet. Somit wird die Wahrscheinlichkeit für ein spontanes Wiederzusammenwachsen der beiden Enden minimiert. Am Ende der Operation wird die Haut mittels resorbierbarer Fäden wieder verschlossen. Der Eingriff ist schmerzfrei und dauert ca. 25 Minuten.

 

Was muss vor der Operation geschehen?

Es sollte eine Woche vor dem Eingriff kein blutverdünnendes Medikament wie  z. B. Acetylsalicylsäure (ASS) eingenommen werden. Einige Tage vor der Operation wird Ihnen Blut abgenommen, um eine Blutgerinnungsstörung auszuschließen.

Einen Tag vor der Operation sollten Sie Penis und Hodensack rasieren.

Am OP Tag ist Essen und Trinken erlaubt.

 

Welche Risiken birgt der Eingriff?

Selten kann es unmittelbar nach der Operation zu einem Bluterguss oder einer Schwellung kommen. Dies kann in der Regel jedoch durch körperliche Schonung lokale Kühlung und Hodenhochlagerung am OP Tag vermieden werden. Wundinfektionen sind sehr selten.

Es besteht ein minimales Restrisiko von 1:15000, das nach erfolgreicher Sterilisation eine Schwangerschaft eintritt.

 

Was muss nach der Operation beachtet werden:

Am Tag der Operation sollten Sie sich körperlich schonen und das OP-Gebiet kühlen. Bei Bedarf kann man ein Schmerzmittel (z.B. Paracetamol) einnehmen. Duschen ist sofort nach der Operation erlaubt. 1-2 Tage nach dem Eingriff sind Sie wieder arbeitsfähig. Etwa 1 Woche nach der Operation kann wieder Sport getrieben werden.

 

Wie lange muss nach dem Eingriff mit anderen Mitteln zusätzlich verhütet werden?

Nach der Vasektomie befinden sich noch mehrere Monate befruchtungsfähige Spermien in der Samenflüssigkeit.  Um die Samenwege von diesen Spermien zu befreien sind etwa 40-60 Ejakulationen notwendig.

3, 4 und 5 Monate nach der Operation wird das Sperma mikroskopisch auf befruchtungsfähige Spermien untersucht (Spermiogramm).  Erst wenn sich 2x in Folge keine Spermien mehr nachweisen lassen, kann auf zusätzliche Verhütungsmittel verzichtet werden.

Wegen der Möglichkeit einer spontanen Rekanalisation der Samenleiter sollte 1 Jahr nach der Operation das Sperma erneut mikroskopisch auf befruchtungsfähige Spermien untersucht werden. 

 

Kann man die Samenleiter operativ wieder miteinander verbinden und somit eine natürliche Zeugungsfähigkeit wiederherstellen?

Es ist möglich mittels einer mikrochirurgischen Operation die Samenleiter wieder miteinander zu verbinden und durchgängig zu machen. Die Möglichkeit einer erneuten Zeugungsfähigkeit durch einen solchen Eingriff liegt etwa bei 80%.

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